Leicht war der Weg der Vorbereitung auf die Zentralmatura im heurigen Jahr wirklich nicht. Lange Zeit war wegen der Coronamaßnahmen der Kontakt zu Lehrern und Mitschülern nur über das Internet möglich. Umso mehr zählt jetzt die Leistung, dass die Nerven gehalten haben und alle die Diplom- und Reifeprüfung erfolgreich absolvierten. Julia Hofer und Theresa Kaiser schafften sogar einen ausgezeichneten Erfolg. Für den Einstieg in Beruf oder Studium sind sie nun bestens vorbereitet.

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Foto: Die AbsolventInnen mit dem stolzen Lehrerteam und Klassenvorstand Jutta Bergmair (1.Reihe, 3. von re.)

Eine der wertvollsten Errungenschaften bei uns ist wohl eine funktionierende Demokratie. Sie musste wirklich hart „errungen" werden. Sie ist keineswegs selbstverständlich, wie wir in vielen Ländern täglich sehen. Im Bundesschulzentrum Bad Aussee widmete man ihr daher einen Schwerpunkttag. Vom Wirtschaftsmuseum in Wien wurde der Politikwissenschaftler Mag. Ivo Friedl für Workshops eingeladen.
Wir sind das Volk
„Demokratie ist die Regierung des Volkes durch das Volk für das Volk", sagte Abraham Lincoln. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist eine echte Trennung der drei staatlichen Gewalten von Gesetzgebung, Verwaltung und Gerichtsbarkeit. Oder wie bereits Montesquieu feststellte: „Wenn Legislative und Exekutive in der gleichen Institution vereint sind, kann es keine Freiheit geben." Daher wurde an diesem Tag den jungen Wählerinnen und Wählern auch die enorme Bedeutung der Kontrollfunktion neben der Gesetzgebung durch ein wirklich unabhängiges Parlament aufgezeigt.
Die jüngste Debatte um die Arbeit der Wirtschafts- und Korruptionsanwaltschaft diente als Anschauungsbeispiel dafür, dass die Mächtigen immer in der Versuchung sind, auf andere Institutionen Druck auszuüben.
Dein Engagement ist gefragt
Es ist nicht damit getan, alle paar Jahre zu wählen. Informierte und engagierte Bürger sind wichtig. Wie kontaktiert man die 183 Nationalratsabgeordneten? Wie entstehen Gesetze? Wie funktioniert ein Volksbegehren? Wo kann ich mich einbringen? Diese und andere Fragen mündeten an diesem Tag an der HLW und am BORG in der Aufforderung an das junge Publikum, die Chancen in unserer Demokratie zu nützen und unsere Freiheiten zu verteidigen.

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Großveranstaltungen wie das Schifliegen am Kulm bieten immer auch viele Chancen für junge Leute, um die Qualität ihrer Ausbildung unter Beweis zu stellen. Das nützt auch ein großes Team der HLW Bad Aussee unter der Leitung von Fachvorstand Christian Moser.
Wann hat man schon die Gelegenheit, beispielsweise für den Herrn Landeshauptmann und seinen Stellvertreter zu kochen oder sie dann im VIP-Zelt zu bedienen und die erlesenen Weine fachgerecht zu präsentieren? Vom Valentinstag am Freitag, der besondere Angebote für die Besucherinnen bringt, bis zum Sonntag mit dem Hauptbewerb und einem Konzert von Melissa Naschenweng wird das engagierte Team der HLW im Einsatz sein. Die jungen Leute sehen sich dabei als Repräsentaten unserer gastfreundlichen Tourismusregion, die durch das Schifliegen medienwirksam in Szene gesetzt wird.

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Im Ausseerland gibt es ein sehr gutes Bildungsangebot. Aber welche Schule ist die richtige für mich? Beim Open House wurde daher an zwei Tagen vom Erzherzog Johann BORG und der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe ein tolles Programm mit vielen informativen Stationen geboten. So stellten sich etwa der musische, bildnerische und der naturwissenschaftliche Ausbildungszweig des BORG vor, ebenso der Schwerpunkt Gesundheitsmanagement an der HLWplus mit aktivierenden Stationen für die Gäste.
Das Informationsspektrum reichte von den angebotenen Fächern bis zu den vorwissenschaftlichen Abschlussarbeiten und den Zusatzangeboten wie etwa Sprachzertifikaten oder besonderen Qualifikationen für die Wirtschaft und die Gesundheitstrainerprüfung. Einen besonderen Augenschmaus bot das Projekt „Roter Faden", bei dem die Besucher entlang des Fadens zu mehreren Kunststationen geführt wurden. Das Interesse der Besucher war sehr groß und wurde durch den Referenten am Abend noch gesteigert.

Jungbrunnen-Effekt
Der ORF - Journalist P.A.Straubinger sorgte mit dem Vortrag zu seinem Bestseller für einen übervollen Saal. Wir alle möchten bis ins hohe Alter gesund und aktiv bleiben. Intervallfasten kann eine ganz wesentliche Hilfe auf diesem Weg sein. Nicht umsonst propagieren die Weltreligionen das Fasten seit Jahrtausenden. Offensichtlich bringen schon 12 bis 14 Stunden strikter Nahrungsverzicht positive Effekte. In Langzeitversuchen hat sich gezeigt, dass kalorienreduzierte Ernährung mit langen Essenspausen die beste Möglichkeit ist, den Körper jung und gesund zu erhalten. Spätestens seit der Verleihung des Medizin-Nobelpreises an Yoshinori Ohsumi für die Erforschung der Autophagie, eine durch Fasten ausgelöste Zellreinigung, gilt Intervallfasten als Jungbrunnen. Der „Zucker-Junkie Straubinger bezeichnete industriell raffinierten Zucker als Droge, sprach aber auch über den Sieg gegen den „inneren Schweinehund" und die Bedeutung der Meditation. Vier junge Damen der HLW hatten diesen Abend im Rahmen ihrer Diplomarbeit organisiert.

 

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tdot2020Der ORF - Journalist ist mit seinem Bestseller auf der Sachbuchliste der Star beim „Open House" am 23. Jänner im Bundesschulzentrum Bad Aussee. Der Vortrag beginnt um 19:30 Uhr.
Wir alle möchten bis ins hohe Alter gesund und aktiv bleiben. Intervallfasten kann eine ganz wesentliche Hilfe auf diesem Weg sein. Offensichtlich bringen schon 12 bis 14 Stunden strikter Nahrungsverzicht positive Effekte. In Langzeitversuchen hat sich gezeigt, dass kalorienreduzierte Ernährung mit langen Essenspausen die beste Möglichkeit ist, den Körper jung und gesund zu erhalten. Spätestens seit der Verleihung des Medizin-Nobelpreises für die Erforschung der Autophagie, eine durch Fasten ausgelöste Zellreinigung, gilt Intervallfasten als Jungbrunnen. P.A. Straubinger, der sich selbst als „Zucker-Junkie" bezeichnet, spricht aber auch über den Sieg gegen den „inneren Schweinehund".
Open House für alle Interessierten
Am 23. Jänner von 17 bis 19:30 Uhr und am 24. Jänner von 9 bis 13 Uhr wird vom Erzherzog Johann BORG und der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe ein tolles Programm mit vielen informativen Stationen geboten. So stellen sich etwa der musische, bildnerische und der naturwissenschaftliche Ausbildungszweig des BORG vor, ebenso der Schwerpunkt Gesundheitsmanagement an der HLWplus mit aktivierenden Stationen für die Gäste.
Das Informationsspektrum reicht von den angebotenen Fächern bis zu den vorwissenschaftlichen Abschlussarbeiten und den Zusatzangeboten wie etwa Sprachzertifikaten oder besonderen Qualifikationen für die Wirtschaft und die Gesundheitstrainerprüfung. Natürlich gibt es auch einen Infopoint, der unter anderem über die engere Zusammenarbeit im neuen Schulcluster informiert. Showeinlagen der Schülerinnen und Schüler und die Verkostung von Schmankerln runden das Programm ab.

 

 

Gericht LeobenIm Rahmen der rechtlichen Ausbildung an der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe Bad Aussee wurde eine Exkursion zum Landesgericht Leoben organisiert. Richterin Mag. Sabine Anzenberger empfing die Maturaklasse und gab einen umfassenden Überblick über das Strafrecht in Österreich. Außerdem konnten zwei Verhandlungen mitverfolgt werden. Diese beiden Strafprozesse wurden anschließend ausführlich von der Richterin und vom Staatsanwalt mit den SchülerInnen diskutiert. Dabei waren auch der Sinn und die Wirkung von Strafen ein wichtiges Thema. Sehr interessant war auch die Diskussion über den Zustand der österreichischen Justiz, im Besonderen ihre finanzielle Ausstattung und die Wichtigkeit einer funktionierenden Gerichtsbarkeit als dritte Säule unseres Rechtsstaates neben Gesetzgebung und Verwaltung. Als Abrundung wurden die beruflichen Möglichkeiten in der Justiz vorgestellt. Mit dem Gefühl, eine überaus gelungene Schulveranstaltung erlebt zu haben, wurde in der Nachbereitung noch intensiv das Strafrecht thematisiert.
Foto: Richterin Mag. Sabine Anzenberger mit den MaturantInnen der HLWplus Bad Aussee