Vor dreißig Jahren wurde in Italien aus Protest gegen die Fast-Food-Industrie die Slow-Food-Bewegung gegründet.
Als Mitte der Achtzigerjahre im Stadtzentrum von Rom, inmitten des historischen Ambientes der Piazza Navona, die erste Filiale einer bekannten internationalen Hamburgerkette eröffnen wollte, stieg ein einzelner Mann als Hüter bewusster, authentischer Genusskultur gegen den US-Konzern auf die Barrikaden.
Mit seinem privaten Protest konnte zwar auch der Italiener den Siegeszug des Hamburgers in Italien nicht verhindern, doch immerhin wurde er mit seiner Aktion bereits vor dreißig Jahren zu einem der ersten Nachhaltigkeitspioniere auf dem Nahrungsmittelsektor und zur Kultfigur gegen das schnelle Verschlingen minderwertiger, industriell gefertigter Kalorienbomben (fast Food).

Do it yourself
Im Ausbildungsschwerpunkt Gesundheitsmanagement wurden Schülerinnen der HLWplus für dieses Thema sensibilisiert und ein Workshop in 2 Teilen zu dem Thema „Fast Food in Slow Motion oder doch Slow Food in Fast Motion?" initiiert. Am Tag 1 wurden mit Mag. Mag.(FH) Ursula Viertbauer, die als Wirtschaftspädagogin auch eine Zusatzausbildung zur Ernährungstrainerin absolviert hat, die Inhaltsstoffe verschiedener industrieller Kalorienbomben unter die Lupe genommen. Die Schülerinnen staunten, wieviel Zuckerstücke in Eistee, Ketchup und Salsa Dip sind und wie viele Löffel Fett man mit einer Portion Pommes oder Chips wirklich isst. Am nächsten Vormittag wurden in kurzer Zeit gesunde, geschmackvolle Alternativen gemeinsam mit Verena Kupnik zubereitet, die als Köchin und Inhaberin eines Biofachgeschäftes ihr Fachwissen einbrachte. Gemeinsam wurde das Slow Food verkostet und als äußerst schmackhaft bewertet. Die Initiatorinnen hoffen, den Schülerinnen einen Anstoß zu einem kritischen, verantwortungsvollen umwelt- und gesundheitsbewussten Zugang zum Thema Ernährung gegeben zu haben. Die Sommerferien eignen sich gut, um die Bananen-Schoko-Eiscreme nachzukochen und mit anderen Obstsorten zu experimentieren.

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OberstudienratMag. Helga Putz und Mag. Peter Ebner von der HLW Bad Aussee bekamen von Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung, den Titel Oberstudienrätin/Oberstudienrat verliehen. Neben der normalen Unterrichtstätigkeit wurde das langjährige besondere Engagement der beiden Pädagogen im Bereich der Schulentwicklung und in diversen Projekten erwähnt.

 

 

 

 

 

 

Lisa DeniseWie ernähren sich Ausdauersportler am besten vor und während einer extremen Veranstaltung? Mit dieser und ähnlichen Fragen beschäftigten sich Lisa Reicher und Denise Gratzenberger in ihrer Diplomarbeit aus dem Unterrichtsschwerpunkt Gesundheitsmanagement an der HLW Bad Aussee. Neben der Lektüre von Fachliteratur setzten sie auf Interviews, beispielsweise mit Christoph Strasser, dem mehrfachen Sieger des Radrennens Race across America.

Eine tolle Möglichkeit für die praktische Umsetzung des Gelernten fanden Lisa und Denise jetzt in der 24 Stunden Wanderung im Ausseerland. Eine der Verpflegungsstationen für die 120 Wanderer, nämlich die auf der idyllischen Weißenbachalm, wurde von ihnen übernommen. Die Speisen wurden natürlich zuckerfrei und möglichst energiereich zubereitet. So kamen die Teilnehmer beispielsweise in den Genuss von „Pizzaschnecken einmal anders“, Superhelden – Muffins, Bananenbrot und Früchtetalern sowie Trockenfrüchten verschiedener Art. Ob deswegen fast alle Teilnehmer das Ziel erreichten?

Foto: Lisa Reicher und Denise Gratzenberger

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie macht man Schülern Lust auf ein Leben als Unternehmer? Eine Möglichkeit ist sicher das Kennenlernen einiger Flaggschiffe unter den steirischen Betrieben. Wenn das Ganze dann noch mit herrlichen Genüssen verbunden ist und sich die ganze Schule mit allen Lehrpersonen auf den Weg macht, ist ein bleibender Eindruck garantiert. Die Höhere Lehranstalt für Wirtschaftliche Berufe aus Bad Aussee hat sich dafür in die Südoststeiermark zur Essigmanufaktur Gölles und zum Schokoladenkönig Zotter aufgemacht.
Ideen konsequent umsetzen
Bei Gölles warteten eine Erlebnistour mit Obstgarten – Kino und der größte Essigfasskeller Österreichs mit Essigverkostung im Sinnestunnel auf die Besucher aus dem Ausseerland. Dazu gab es sehr hilfreiche Tipps und Tricks für die feine Küche. Die Führung durch die vielfach ausgezeichnete Schnapsbrennerei musste natürlich ohne Verkostung erfolgen.
Nach einer Mittagspause im Buschenschank Bernhart mit herrlichem Blick auf die Riegersburg ging es weiter zur Schokoladenmanufaktur Zotter, die ja ein Musterbeispiel für die konsequente Umsetzung einer Idee ist. Im Schoko – Laden – Theater erfuhren die Jugendlichen von Josef Zotters Begeisterung für den Fairen Handel ebenso wie von seiner Experimentierfreude bei den Schokoladekreationen. Hunderte verschiedene Variationen standen dann für die Verkostung während der Wanderung durch den Betrieb zur Verfügung. Der Essbare Tiergarten neben der Produktionsstätte ist das jüngste und durchaus provokante Ergebnis der grundsätzlichen Überlegungen des Pioniers Zotter zu den Themen Genuss und Ernährung. Auch so funktioniert Wirtschaft.

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Der 4. Jahrgang der HLW Bad Aussee genoss den Frühling im Süden Spaniens im Rahmen einer 10 - tägigen Sprachreise.

Nach dem Unterricht gab es noch genügend Zeit, Sevilla, die Hauptstadt Andalusiens, zu erkunden. Unzählige Orangenbäume und prächtige Gärten dominieren das Stadtbild. Beeindruckend war vor allem der Palast am Plaza España, die herrlichen Pavillons der Weltausstellung 1929, das Rathaus mit dem Museum „Las Indias“ und das aktuelle Wahrzeichen „el parasol“. Zusätzlichen Charme verleihen dieser Stadt die zahlreichen Pferdekutschen rund um die Kathedrale mit ihrem Turm „la Giralda“.

Zu den Ausflugszielen zählte der Besuch der Moscheenkathedrale „Mezquita“ in Córdoba. Die Führung durch eine der größten Sherryproduktionen, der „Bodega Tío Pepe“ in Jerez de la Frontera, war ein weiterer Höhepunkt des Aufenthaltes.Zusätzlich konnte man in Jerez de la Frontera einen „spanischen Kiritag“ erleben. Die berühmte Pferdemesse „la Feria de Mayo“ bedient dabei jedes spanische Klischee. Angefangen vom stolzen Reiter in Begleitung eleganter Damen in ihren typischen Rüschenkleidern bis hin zu den kulinarischen Genüssen des Schinkens „jamón ibérico“. Der Tagestrip durch den Naturpark Sierra de Grazalema führte in die weißen Dörfer „pueblos blancos“, welche eingebettet in idyllische Berglandschaften den Reigen phantastischer Eindrücke komplettierten.

Leider geht jede Reise einmal zu Ende und man kann diese Destination wahrlich empfehlen: „Vale la pena visitar“.

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Mit Live – Bildern der Erde aus der Raumstation ISS versuchte der Referent beim Klima – Projekttag der HLWplus in Bad Aussee den teilnehmenden Schülerinnen die Einzigartigkeit unseres Planeten, aber auch die Verletzlichkeit der sehr dünnen Atmosphäre zu verdeutlichen. Schnell war man sich über die möglichen katastrophalen Folgen eines raschen Klimawandels einig. Seit 1850 ist die durchschnittliche Temperatur auf der Erde wegen der Zunahme der Treibhausgase Kohlendioxyd und Methan bereits um 0,8 Grad gestiegen. Kohlendioxyd reichert sich hauptsächlich durch das Verbrennen von Kohle und Erdöl an, das Methan z. B. durch die Verdauungsgase von Rindern. Die UNO versucht nun, den weiteren Anstieg auf 1,5 bis 2 Grad zu begrenzen, was ein sehr schwieriges Unterfangen wird. In manchen Weltgegenden kann der Anstieg aber trotzdem bis zu 7 Grad betragen, sogar in Österreich bis zu 4 Grad, was natürlich enorme Gefahren mit sich bringt.
Fliegen einstellen
Das war die unpopulärste Forderung, die der Referent erhob. Alle waren sich aber einig, dass die Umweltpolitik hier völlig versagt. Weniger Fleisch zu essen, sowie regionale und saisonale Lebensmittel zu verkochen oder weniger mit dem Auto zu fahren, fand bei den Jugendlichen schon mehr Anklang. Die Übertreibungen der Konsum- und Wegwerfgesellschaft wurden auch von ihnen durchaus kritisch gesehen. Dieser Aktionstag im Rahmen der Klimaschutzinitiative „Ich tu's" des Landes Steiermark, der vom Umwelt – Bildungs – Zentrum durchgeführt wurde, zeigte auch Einsparungsmöglichkeiten auf, die für einen durchschnittlichen Haushalt bis zu 1.200 € pro Jahr bringen können.

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